Aus Hamburg waren Hendrik Thoma,
Dagmar Willich und René Baumgarten angereist, der
Berliner Händler Christos Tziolis stellte die Weine.
Christos Kokkalis spricht
perfektes Deutsch, schließlich lebte er lange genug
als Apotheker in Mönchengladbach. Das Weinmachen sei
bei ihm mehr aus Versehen entstanden, aus einer Art
freundschaftlicher Wette legte er sich einen
Weinberg bei Skafidia (in 300 Meter Höhe auf den
Westpeloponnes) zu und pendelt heute zwischen den
Kulturen.
Nun, seine Weine waren von
Anbeginn seriöse Weine, die weit über Liebhaberei
und Hobbywinzertum hinausgingen und Maßstäbe im
modernen griechischen Weinbau setzten. Das ist bis
heute so geblieben.
Der Syrah 2006:
dicht gewebt, Tiefe, elegante Frucht und Würze, eine
gelungene Deutschland-Premiere, 90-92
Der Trilogia besteht zu 100
Prozent aus Cabernet und ist mindestens 24 Monate im
Barrique gereift.
Trilogia 1999:
der herrlich gereifte Cabernet machte mir besonders
Spaß, fein, geradezu sexy, geschliffene Würze,
getrocknete Feigen, Leder, Tabak, ein wunderbarer
Jahrgang um die ganze Flasche zu leeren, 92-94
Trilogia 2002:
fruchtbetont, klar und lang, eleganter feiner Stoff,
93
Trilogia 2004:
geschliffen, Speck, kraftvoll, gute Säure, 92+
Trilogia 2005:
das Flaggschiff des Abends, vereint alle anderen
Jahrgänge zu einer dichten Symphonie, Frucht und
Leder, schwarze Johannisbeeren, durchtrainiert und
mächtig, mit einem runden Knackarsch, 94+
Alle Weine aus der Magnum, sehr
schade, dass ich es diesmal nicht zur Big Bottle
Party nach Hamburg geschafft habe.
Das griechische Essen im
Cassambalis passte wunderbar zu den Weinen. Der
Spruch des Abends von Christos Kokkalis: "Ein
schlechter Jahrgang mit guten Freunden genossen, ist
immer noch ein wunderbarer Jahrgang."
Niko meint:
Wozu trinkt ihr noch Bordeaux?
Bei
Cava gibt es den Trilogia und andere
Top-Griechen.
Grüße, Niko